Backpacking Vietnam – Trekking durch die Berge Vietnams

 

Der höchste Berg in Vietnam „Fansipan“, ist neben Städten wie Hoi an und Hanoi oder der berühmten Halongbucht ein mittlerweile sehr beliebtes Reiseziel für Urlauber und Rucksacktouristen. Aus zahlreichen Berichten im Internet habe ich vernommen, das es aufgrund der Vielzahl von Besuchern nicht mehr empfehlenswert sei dort hin zu reisen. „Zu überlaufen und wenig authentisch“. Hier erfährst du, warum sich ein Besuch in Sapa inmitten der Berge Vietnams immer noch lohnt und wie du deine Reise abseits von ausgelatschten Wanderpfaden genießen kannst.

Sapa – Zwischen grünen Reisterrassen und der Berge Vietnams

Manchmal sind es kleine und einfache Erlebnisse, die sich fest in unseren Köpfen verankern und für immer bleiben.  Im hohen Norden Vietnams befindet sich zwischen Reisterrassen und grünen Wiesen das märchenhafte Bergdorf Sapa.

Ausblick auf Vietnams höchsten Berg Fansipan in Sapa

Ausblick auf Fansipan in Sapa, Vietnam

Mit dem Bus von Hanoi nach Sapa

Ich empfehle dir, ohne vorausgebuchte Tour von Hanoi nach Sapa zu reisen. Es gibt bequeme Nachtbusse für umgerechnet 10-15 Euro. Sapa selbst stellt sich tatsächlich als reine Touristenstadt heraus, doch vergiss nicht die Vorteile hierbei.

 

  • Wellnessoasen, Supermärkte, Shops
  • Hotels zu günstigen Preisen
  • Gewisser Standard vorhanden

 

Es ist empfehlenswert sich nicht länger als zwei Nächte im Zentrums aufzuhalten, bevor man zu einer Tour aufbricht. Es gibt folgende Möglichkeiten:

  • Du gehst auf eigene Faust und folgst anderen Wandergruppen
  • Du lässt dich auf ein abenteuerliches Erlebnis ein und gehst mit einer der Hmong-Frauen die dich im Zentrum ansprechen

Wohnen beim Bergstamm Sapas – ein Guesthouse zum verlieben

Wir entschieden uns für eine private Tour mit einer dieser Damen des Hmongstammes namens Jen und bereuten es absolut nicht. Nach einer anstrengenden, fünfstündigen Wanderung durch die Berge Vietnams kamen wir bei Jens Zuhause an. Eine kleine Holzhütte in bester Lage – hoch oben und ziemlich abgeschieden, inmitten von Reisfeldern mit atemberaubendem Ausblick auf die Berge in Vietnam. Vor der Tür befand sich ein kleiner Schweinestall und ein hölzernes Fass in welchem Bergwasser aufgefangen wurde. Unser Bett (ohne Matratze) befand sich mitten im Raum neben dem Bett indem die ganze Familie schlief.

Babyschweinchen in Sapa, Vietnam

Schweinestall vor dem Guesthouse des Hmongstammes

Trekking auf den höchsten Berg in Vietnam – Fansipan

Tagsüber wanderten wir, vorbei an grasenden Büffeln und an auf der Wiese spielenden Kindern mit roten Wangen. Klingt wie im Bilderbuch und so fühlte es sich auch an. Absolut authentisch.

Ausblick auf Fansipan und die Berge Vietnams, Blauer Himmel

Trekkingtour durch die Berge Vietnams

Büffel und Vietnamese auf den Reisterrassen in Sapa

Reisterrassen in Sapa, Vietnam

Die Abende verbrachten wir gemeinsam damit, das Essen vorzubereiten. Strom gab es nicht, dafür jede Menge Kerzenlicht, Wein und gute Stimmung.  Der Zusammenhalt innerhalb der Familie war beeindruckend. Von klein bis groß – Jeder hatte seine Aufgabe.

Sonnenuntergang in Sapa Vietnam, Trekkingtour durch die Berge Vietnams

Sonnenuntergang in Sapa, Vietnam

Der Stamm der Hmongs in Vietnam

Die Menschen des indigenen Stamms leben in China, Vietnam, Laos und Kambodscha. Sie sprechen ihre eigene Sprache, die zu der Gruppe der Hmong-Mien-Sprache gehört. Schulbildung ist ein Fremdwort und die Sprache wird nur durch Sprechen an Generationen weitervermittelt. Jen hat sich durch den Kontakt mit Touristen etwas Englisch angeeignet.

Auch optisch erkennt man einen deutlichen Unterschied zwischen den Menschen in Hanoi und des indigenen Stammes. Die Hmongs sind kleiner, stämmiger und haben auffallend rote Backen. Ihre Gesichter sehen aus wie gemalt. Man erkennt sie anhand ihrer traditionellen Kleidung auf den ersten Blick.

Einheimische des Hmongstammes in Sapa

Einheimische des Hmongstammes in Sapa

Das einfache Leben, welches Jen mit ihrer Familie inmitten der Berge Vietnams führt war beeindruckend. Es zeigte mir wieder einmal wie wenig man braucht um ein glückliches Leben zu führen.

Fazit: Wenn du einfaches und authentisches Leben inmitten einer faszinierenden Berglandschaft erleben willst, dann bist du bei der Wanderung mit den Einheimischen genau richtig.

 

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