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So kommst du zu deinem Tauchschein in Thailand

Tauchschein in Thailand

Bevor ich meinen Tauchschein in Thailand machte, war ich ein großer Angsthase in Hinsicht auf das offene Meer. Begriffe wie Druckausgleich und Dekompressionskrankheit lösten bei mir ebenso ein beklemmendes Gefühl aus, wie der Gedanken daran einem Hai zu begegnen. Das lag wahrscheinlich an der bedeutenden Anzahl schlechter Hai-Filme, welche im Laufe der Jahr über meinen Bildschirm flimmerten und damit meine ich die richtig primitiven. Wo meist von ganzen Tauchgruppen nur ein Überlebender übrig bleibt.

Doch wie heißt es so schön:

Leben beginnt dort, wo deine Komfortzone endet.

So beschloss ich mich meiner Angst vor der großen und unerforschten Unterwasserwelt, inklusive ihrer monströsen Lebewesen ein Ende zu machen und meldete mich in Thailand zum Tauchkurs Padi Open Water Diver an.

Tauchschein in Thailand

Was ist ein Padi Open Water Diver Kurs

Der PADI-Kurs Open Water Diver ist ein weltweit bekannter und anerkannter Beginnertauchkurs. Die erste vollständige Tauchqualifikation, auf die alle weiteren Kurse aufbauen. Der Kurs umfasst 5 Theorielektionen in Form von Videos, Büchern und Lernen im Klassenzimmer, fünf Übungsmodule im Schwimmbad oder im begrenzten Freiwasser und vier Tauchgänge auf dem offenen Meer.

Was darf ich nach dem Kurs?

Als PADI Open Water Diver bist du dazu qualifiziert, mit einem Tauchpartner ohne Aufsicht bis zu einer maximalen Tiefe von 18 Metern zu tauchen. Außerdem erhältst du Flaschenfüllungen und kannst deine Tauchausbildung mit weiteren Kursen fortsetzen z.B. PADI Adventure Diver und Advanced Open Water Diver oder weitere Spezialkurse.

Wo finde ich die passende Tauchschule?

Tauchschulen gibt es in Thailand wie Sand am Meer. Meinen Tauchschein habe ich auf Koh Samui gemacht. Mittlerweile schwärmen die Leute allerdings vom absoluten Taucherparadies auf Koh Tao. Du solltest jedoch auf einen Qualitätssiegel wie z.B. Padi, CMAS oder SSI achten.

Wie lange dauert der Tauchkurs?

Den Open Water Diver hast du in drei bis vier Tagen in der Tasche.

Was kostet der Tauchkurs für meinen Tauchschein in Thailand

Die Preise für einen Tauchkurs in Thailand sind überall ziemlich gleich. Normalerweise zahlt man für Tauchkurs inklusive Equipment, Unterkunft und Prüfung ca. 250-300 Euro.

Was gibt es in Thailand zu sehen?

Zu sehen gibt es in Thailand unzählige Riff- und Schwarmfische, Kugelfische, Rochen jeglicher Art, Igelfische, Leoparden- und sogar Walhaie. Die beliebtesten Tauchspots befinden sich rund um Koh Lanta und Koh Phi Phi. Hier ist die Wahrscheinlichkeit auch deutlich größer einem so majestätischen Tier, wie dem Walhai zu begegnen.

Wie lange dauert ein Tauchschein in Thailand?

Der PADI OWD dauert zwischen drei und vier Tage.

So lief mein Tauchkurs ab

Theorie und Papierkram gehört dazu

Der ersten Tag bezieht sich meistens auf den theoretischen Teil deines Tauchscheins. Ich war also damit beschäftigt, schriftlich Auskunft über Krankheiten, Platzangst usw. zu geben. Danach wurden Videos geguckt, Physikkenntnisse aufgefrischt und die ersten Fragebögen angekreuzt.

Der erste Atemzug unter Wasser

Gegen Nachmittag schlupften wir in unsere Neoprenanzüge und es ging raus aufs Meer. Der Tauchlehrer klärte uns über die Ausrüstung auf und wie man sie richtig anlegt. Im kaum tiefen, glasklaren Wasser übten wir wie man in Notfallsituationen agiert, wie man sich unter Wasser verständigt und vieles mehr. Was mir etwas Probleme bereitete, war das Auf- und Absetzten der Tauchermaske unter Wasser. Auch das wird geübt, damit du dir während deines Tauchgangs zu helfen weißt, falls deine Brille mit Wasser einläuft. Der erste Atemzug unter Wasser kostete mich Überwindung, aber man gewöhnt sich schnell an die Situation.

Unterkunft der Kursteilnehmer

Während des Tauchkurses bekommst du von den Tauchschulen eine Unterkunft gestellt. Gegen Spätnachmittag machte ich mich auf den Weg zur Unterkunft, welche sich nur wenige Meter von der Tauchschule befand. Ich war sehr zufrieden mit meinem sauberen, komfortablen Doppelzimmer.

Erster Tauchgang auf dem offenen Meer

Am zweiten Tag war es dann soweit. Nach weiteren Theorie-Stunden ging es dann aufs offene Meer. Vor dem ersten Sprung ins Wasser war ich ziemlich aufgeregt. Die Tatsache, dass man da unten nicht flüchten kann, bescherte mir leichte Beklemmungen. Ich fragte mich was mir lieber wäre. Kompressionskammer durch zu schnelles Aufsteigen oder vom Hai gefressen zu werden. Ich war mir sicher – Dekompressionskammer und sprang ängstlich hinter der Gruppe Franzosen ins tiefe Blau.

Tauchschein in Thailand

Übung Tauchkurs Thailand

Langsam tauchten wir ab und machten Übungen zum Druckausgleich. Es ging tiefer und tiefer. Ziemlich bald legte sich meine Aufregung und ich war fasziniert von der Ruhe die dort unten herrschte und den wundervollen Dingen denen ich begegnete. Es war als wäre ich zu Besuch in einer anderen Welt. Clownfische und Rochen schwammen distanzlos an mir vorbei, als wäre ich einer von ihnen. Es war atemberaubend, eine unglaubliche Erfahrung. Den Gedanken, dass sich Tonnen an Wasser über mir befand, blendete ich einfach aus. Ich fühlte mich leicht wie eine Feder.

Vier Tauchgänge bis zum Tauchschein in Thailand

Es folgten insgesamt 4 Tauchgänge. Die ersten zwei Male bis zu 14 Meter Tiefe. Das sind die Tauchgänge, bei denen auch noch viele Übungen stattfinden. Am letzten Tag ging es runter auf 18 Meter Tiefe und wir konnten die Unterwasserwelt in vollen Zügen genießen. Man fühlt sich mit jedem Tauchgang sicherer und es ist ein unglaublich entspannendes Gefühl, wenn man seine ersten Ängste mal überwunden hat.

Tauchschein in Thailand

Am letzten Tag geht’s dann an die Prüfung, die übrigens kein Hexenwerk ist. Wenn du bestanden hast, bekommst du in wenigen Wochen deinen Tauchschein an deine Heimat-Adresse zugeschickt. Bis dahin bekommst du einen vorläufigen Zettel und dein Logbuch, wo deine Tauchgänge eingetragen werden.

 

Die besten Tauchspots der Welt

Die besten Tauchspots der Welt, Tauchkurs Thailand

 

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