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Machu Picchu – Weltwunder zu Tode getrampelt?









Wanderung zu Machu Picchu

Täglich pilgern tausende Menschen zu einem der eindrucksvollsten Weltwunder dieser Erde.  Immer wieder hört man davon, Machu Picchu sei nicht mehr sehenswert. Zu überlaufen – tot getrampelt. Die Begrenzung der täglichen Besucher wird nicht eingehalten und der Hype um die mysteriöse Stadt in schwindelerregender Höhe scheint nicht zu verblassen – im Gegenteil.

In meinem Artikel verrate ich dir wie viel von den Magic Vibes zwischen Selfiestangen und Blitzlichtgewitter tatsächlich noch übrig ist und wie du verdammt günstig deine eigene Tour planst.

Machu Picchu auf eigene Faust

Was ist Machu Picchu?

Machu Picchu ist eine berühmte Stadt, die im 15. Jahrhundert von den Inkas (damals größte Kultur Südamerikas) auf einem Bergrücken zwischen den Gipfeln des Huayna Picchu und des Berges Machu Picchu in den Anden von Urubamba erbaut wurde. Machu Picchu liegt auf legendären 2430 Metern und der Besuch der Stadt kann schon mal Kopfschmerzen bereiten.
Die Stadt Machu Picchu umfasste 216 steinerne Bauten, die auf Terrassen gelegen und mit einem System von Treppen verbunden waren. All das ist bis heute gut erhalten, ebenso wie die Kanalverbindung von der Wasserquelle zu den Brunnenbecken. Die exakte Bauweise der Inka, bei der Steine ohne Mörtel präzise ineinander gesetzt werden, grenzt beinahe an ein Wunder. Diese Technik machte die Bauten so widerstandsfähig gegen Verwitterung, dass sie heute noch sehr gut erhalten sind.

 

Machu Picchu ist das Zeugnis einer damaligen, beachtlichen Baukunst und den enormen astronomischen Kenntnisse der Inka.

Laut Forschern sollten dort bis zu 1000 Menschen gelebt haben, die sich dort oben gut versorgen konnten.  Auf den Terrassen wurde Landschwirtschaft betrieben. Die Stadt liegt so versteckt, dass man sie von keinem Punkt des wenige Kilometer entfernten Tals Urubamba sichten kann.

Wer entdeckte Machu Picchu?

Vor 100 Jahren verließ der Geschichtsprofessor Hiram Bingham Cusco und ging nichtsahnend durch den Nebelwald zu einem Berggrat in 2.300 Metern. Hierbei stieß er zufällig auf die Inkastadt. Er offenbarte den geheimnisvollen Ort, machte die Welt darauf aufmerksam und stellte sich als Entdecker der Ruine dar. Angehörige indigener Völker die in der Gegend lebten, müssen von der Existenz Machu Picchus gewusst haben.

Das Rätsel von Machu Picchu

Zur Ausübung ihrer Religion, des Sonnenkultes mit der Anbetung des Sonnengottes Inti, existierten in Machu Picchu mehrere Tempelanlagen und diverse Kultstätten. Das zeigt, dass Machu Picchu von erheblicher spiritueller Bedeutung für die Inka war.

Im Laufe der Jahre entwickelten sich verschiedene Theorien über Sinn und Zweck dieser mysteriösen Stadt in den Bergen. Es existieren keine Überlieferungen oder Aufzeichnungen von Früher über diesen Ort. Es entstand die Theorie von einer königlichen Zufluchtsstätte der Inkas.

Sicher ist, dass die Stadt, als Festung gebaut, ihre Bewohner schützen sollte und Verteidigungszwecken diente. Es könnte sein, dass Machu Picchu zur Zeit der spanischen Eroberung noch nicht fertiggestellt war und auch nie vollendet werden konnte, da die Inka ihre Stadt verließen. Aus welchen genauen Gründen sie allerdings aus Machu Picchu fortgingen, das doch von den Eroberungszügen verschont blieb, ist unklar. Genau das macht Machu Picchu so geheimnisvoll.

Wanderung zu Machu Picchu

 

Tourismus in Machu Picchu

Einmal am Machu Picchu stehen und die mysteriöse Stadt mit eigenen Augen bewundern. Machu Picchu gehört zu den beliebtesten Weltwundern auf unserem Planeten und beinahe jeder Tourist in Peru kommt mit der Absicht, sich das Mysterium auf schwindelerregender Höhe aus nächster Nähe anzuschauen.

Früher waren es 1000-1500 Besucher pro Tag. Heute sind es manchmal bis zu 4000 Besucher. Zuständige Archäologen bangen um die heißgebehrte Sehenswürdigkeit mitten in Peru.

Die Kapazität ist längst überschritten.

 Machu Picchu Tickets begrenzt

 Woher bekomme ich das Ticket für Machu Picchu

  • Ministerum in Cusco kaufen
  • Online bestellen
  • Letzte Gelegenheit für einen Ticketkauf befindet sich im Dorf Aguas Calientes (Am Fuße des Machu Picchu).

Möglichkeiten für einen Ausflug nach Machu Picchu

  • Tour im Reisebüro

In Cusco gibt es zig Reisebüros, in denen du mehrtägige Trekkingtouren zu Machu Picchu spontan buchen kannst. Für alle, die auf Nummer sicher gehen wollen, besteht die Möglichkeit übers Internet im Voraus zu buchen. Ich würde dir jedoch empfehlen vor Ort zu buchen. Es bereitet keinen großen Aufwand und die Angebote in Cusco sind definitiv günstiger.

Der berühmte Inka-Trail muss allerdings schon Monate vorher gebucht werden.

  • Mit dem Zug zu Machu Picchu

Mit der PeruRail kannst du gemütlich entweder von Urubamba (dem Dorf am Fuße des Machu Picchu) oder direkt von Cusco nach Aguas Calientes fahren. Sei dir bewusst, dass dein Zugticket fast das dreifache kostet als Tourist.  Für Peruaner gelten nämlich andere Preise.
Check die Preise und Verbindungen auf perurail.com aus.

Wenn du nach einer günstigen Variante für deinen Ausflug suchst hab ich die Lösung:

Zu Fuß ab Urubamba

Buche in Cusco einen Bus, der dich nach Urubamba bringt und gehe dann einfach den Bahngleisen entlang bis nach Aguas Calientes. Die kleine Wanderung dauert etwa drei Stunden und auf dem Weg kommst du an mehreren Hütten vorbei, an denen du dich mit Getränken und Snacks eindecken kannst.
Sei dir bewusst, dass du mit deiner Idee nicht alleine bist. Hunderte von Touristen pilgern täglich die Bahngleise entlang nach Aguas Calientes.

Machu Picchu Bahngleisen

 

Anreise nach Urubamba mit dem Mietwagen

Inka Trail Machu Picchu

Wir haben uns für die Anfahrt von Cusco einen Mietwagen ausgeliehen. Wenn du die Gegend um Urubamba erkundigen willst, weitere Ausflüge planst und ihr im besten Fall mehrere Personen seit, dann lohnt sich ein Mietwagen auf jeden Fall.
Die Strecke nach Urubamba ist allerdings mit Vorsicht zu genießen. Man nennt sie auch „Todesstrecke“, weil sie kurvig ist und zwischen Felswand und Abgrund verläuft. Auch mit Zweiradantrieb machbar.

Mietwagen ab ca. 16 Euro/Tag – europcar.de.

 

 

Ankunft in Aguas Calientes

In Aguas Calientes dreht sich alles um Machu Picchu. Die Touristenstadt besteht aus Restaurants, Shops und Hotels. Hier bietet sich die letzte Gelegenheit um ein Ticket zu kaufen.
Buche im Vorfeld ein Zimmer – booking.com.

Der nächste Tag

Heute solltest du früh aufstehen, denn pünktlich zur ersten Abfahrt der Busse, welche im minutentakt Touristenscharen zu Machu Picchu fahren, dreht ganz Aguas Calientes am Rad. Ich glaube es ist völlig egal, wann du aufstehst. Eine Schlange in die du dich mindestens eine Stunde lang einreihen musst bevor du in den Bus einsteigst, ist vorprogrammiert. Es besteht ein Andrang wie auf einem riesigen Festival. Vor allem junge Leute aus allen Ländern dieses Planeten zieht es zum heiligen Gral von Peru.

Von Aguas Calientes fahren ab fünf Uhr morgens Busse im Minutentakt zu Machu Picchu. Kosten -> ca. 20 Euro.

Auch hier bietet sich  die Gelegenheit zu laufen und wieder kannst du davon ausgehen, dass du den steilen Weg nach oben nicht alleine bezwingen musst.
Wir kamen um ca. 7 Uhr am Machu Picchu an und die Touristen verteilten sich zu dieser Zeit noch recht gut. Ich hatte nicht das Gefühl, eingeengt zu sein. Machu Picchu ist außerdem viel größer, als es auf den Bildern immer wirkt.

Machu Picchu Berg

Fazit

Der Andrang war wie erwartet enorm, aber auslassen würde ich Machu Picchu deshalb nicht. Wir konnten das riesige Gelände gut bewundern  und die noch immer vorhandenen magischen Vibes auf uns wirken lassen. Man merkte jedoch, dass ab acht Uhr mehr und mehr Touristen einströmten. Den mystischen Anblick der Ruine, umgeben von aufsteigendem Nebel, werde ich nicht vergessen. Jap – unbedingt machen.

 

 

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